Das macht alles dramaturgisch Sinn! Und das Schöne ist: das geht in diesem Film fast immer so.
Dass es Neues vom Wixxer – gibt, war nicht einmal eine Überraschung. Bereits als 2004 Der Wixxer ins Kino kam, verkündete Oliver Kalkofe (damals meist ungefragt), dies sei erst der Anfang. Der Anfang einer ganz korrekt auf drei Teile angelegten Trilogie…
Die Trilogie hat allein schon deshalb ihre Berechtigung, weil damit jeder der Autoren die Gelegenheit hat, jeweils einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss zu schreiben: Wie schon beim Wixxer ist das Drehbuch ein Gemeinschaftswerk der Großen Drei des deutschen Kriminalfilms: Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka schicken Inspector Very Long und Chiefinspector Even Longer auf ein zweites großes Abenteuer im Kampf gegen das Böse. Qualität ist also garantiert – nur ist sie diesmal noch eine ganze Stufe höher. Die Krimigeschichte ist noch spannender, die Gags sind noch komischer und die Charaktere zeigen eine menschliche Tiefe, wie sie so tief nach dem ersten Teil nun wirklich nicht zu erwarten war. Geblieben ist letztlich nur eins: Einmal mehr sieht das Publikum einen Film nach garantiert keinem Roman von Edgar Wallace.
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Produziert hat den Film auch diesmal Christian Becker mit der Rat Pack Filmproduktion. Bei der Regie vertraute er auf das junge Duo Cyrill Boss und Philipp Stennert. Vielleicht einfach, weil vier Augen die unglaublich verzwickten Handlungsstränge eines Krimis klassischer Machart besser im Blick behalten können als zwei. Möglicherweise auch, weil sie zur Zeit der Wallace-Filme noch nicht auf der Welt und deshalb prädestiniert waren, ganz unvorbelastet einen Film nach keinem Roman dieses Autors zu drehen. Eventuell auch, weil sie sich bereits seit mehreren Jahren kennen und zusammenarbeiten. Ganz sicher aber, weil sie bereits bei den Filmen der „Märchenstunde“ ihr Talent bewiesen haben, eine gelungene Kombination aus Unterhaltung und Thrill zu inszenieren. In Märchen geht es bekanntermaßen kaum zimperlicher zu als in Kriminalfilmen.
Der Cast von Neues vom Wixxer ist erneut eine hochkarätige Mischung aus Deutschlands Top-Comedians und „richtigen“ Schauspielern. Zusätzlich gewürzt wird sie durch Cameo-Auftritte zahlreicher aus Funk, Fernsehen und Yellow Press bekannter Persönlichkeiten des Unterhaltungsgewerbes. So ist beispielsweise der im Sendegebiet des MDR weltberühmte Achim Mentzel endlich einmal ungeschminkt so zu sehen, wie Kalkofe ihn in seiner berüchtigten Mattscheibe jahrelang beschrieben hat. Ein veritables All Star-Team also, das vom 26. April bis 22. Juni 2006 völlig hilflos Mückenplagen ausgesetzt war, komplette Drehtage in der Wanne verbrachte und überhaupt täglich alles gab für einen großen Film.
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Das Budget des Films beziffert der Produzent auf knapp 5,5 Millionen Euro. Was günstig erscheint, denn ansonsten bekommen Filmschaffende für diese Summe höchstens ein mittelprächtiges Anwesen in Grünwald. Für Neues vom Wixxer dagegen entstand zum gleichen Preis das komplette London des Edgar Wallace (obwohl der Film sicher nach keinem Roman entstand) mitsamt Bevölkerung. Und das ist immerhin eine Weltstadt.
Nur Ahnungslose werden an dieser Stelle fragen: „Wieso ‚entstand’? Es gibt doch schon ein London?“. Kenner hingegen wissen: Bereits die Macher der klassischen Edgar Wallace-Reihe verzichteten weitestgehend darauf, ihre Drehorte in der britischen Hauptstadt zu suchen. Schon weil sie wussten: Das London des legendären Krimiautors würde in London so nicht zu finden sein. Und auch wenn Neues vom Wixxer nachweislich auf keinem Roman von Edgar Wallace basiert, entschieden sich seine Produzenten, den gleichen aufwändigen Weg zu gehen. Statt an billigen, aber historisch fragwürdigen Locations in der Themse-Metropole entstand der komplette Film unter anderem in Prag und Umgebung.
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In die gigantische Halle 50 der Prager CKD-Studios (die auf eine lange, ruhmreiche Tradition als Waggonbau-Kombinat zurückblicken) stellte Szenenbildner Matthias Müsse nicht nur Büros und Pathologie von Scotland Yard. Sondern auch ein altehrwürdiges Kloster. Oder das düstere Bates Hospital, eine Verwahranstalt für alles, was im Leben Angst macht. Ihren Leiter inbegriffen. So detailreich und liebevoll ausgestattet, dass Edgar Wallace-Veteran Joachim Fuchsberger sich wie auf einer Zeitreise in die frühen 60er Jahre fühlte. Obwohl Neues vom Wixxer definitiv auf keinem der Romane basiert, bei deren Verfilmungen er damals regelmäßig die Hauptrolle spielte.
Produzent Christian Becker und sein Team freut derlei Lob vom großen Altstar des deutschen Kinos, dessen 80. Geburtstag mit der Premiere von Neues vom Wixxer gefeiert wird. Auch er ist einmal mehr begeistert von der Qualität des traditionsreichen tschechischen Filmhandwerks und ganz sicher: Jeder Euro seines Budgets wird auf der Leinwand zu sehen sein! Was wiederum all jene freuen muss, die zu diesem Budget beigetragen haben. Die Co-Produzenten GFP Medienfonds und B.A. Produktion ebenso wie die FFA Filmförderungsanstalt und den FFF FilmFernsehFonds Bayern zusammen mit dem Bayerischen Bankenfonds BBF. Erst recht natürlich das Publikum, das erkennen wird: In Neues vom Wixxer steckt enorm viel Liebe zum Genre. Ebenso viel Liebe zum Detail. Aber eben auch ein ganzer Batzen Geld.
Und selbst wenn dem Film zwischenzeitlich befristet die Farbe ausgeht, werden nur Unbedarfte glauben, Kameramann Jochen Stäblein sei vom Produzenten gezwungen worden, aus Kostengründen zuerst abgelaufenes Schwarzweiß-Material zu verarbeiten, bevor er in Bunt weiterdrehen durfte. Cineasten dagegen erkennen sofort: Das macht dramaturgisch Sinn! Das Schöne ist: Es geht ihnen in diesem Film fast immer so.
Aber selbst das ist beim zweiten Teil der „Wixxer“-Trilogie letztendlich keine Überraschung.
Produktionsnotizen
Das macht alles dramaturgisch Sinn! Und das Schöne ist: das geht in diesem Film fast immer so.
Dass es Neues vom Wixxer – gibt, war nicht einmal eine Überraschung. Bereits als 2004 Der Wixxer ins Kino kam, verkündete Oliver Kalkofe (damals meist ungefragt), dies sei erst der Anfang. Der Anfang einer ganz korrekt auf drei Teile angelegten Trilogie…
Die Trilogie hat allein schon deshalb ihre Berechtigung, weil damit jeder der Autoren die Gelegenheit hat, jeweils einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss zu schreiben: Wie schon beim Wixxer ist das Drehbuch ein Gemeinschaftswerk der Großen Drei des deutschen Kriminalfilms: Oliver Kalkofe, Oliver Welke und Bastian Pastewka schicken Inspector Very Long und Chiefinspector Even Longer auf ein zweites großes Abenteuer im Kampf gegen das Böse. Qualität ist also garantiert – nur ist sie diesmal noch eine ganze Stufe höher. Die Krimigeschichte ist noch spannender, die Gags sind noch komischer und die Charaktere zeigen eine menschliche Tiefe, wie sie so tief nach dem ersten Teil nun wirklich nicht zu erwarten war. Geblieben ist letztlich nur eins: Einmal mehr sieht das Publikum einen Film nach garantiert keinem Roman von Edgar Wallace.
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Produziert hat den Film auch diesmal Christian Becker mit der Rat Pack Filmproduktion. Bei der Regie vertraute er auf das junge Duo Cyrill Boss und Philipp Stennert. Vielleicht einfach, weil vier Augen die unglaublich verzwickten Handlungsstränge eines Krimis klassischer Machart besser im Blick behalten können als zwei. Möglicherweise auch, weil sie zur Zeit der Wallace-Filme noch nicht auf der Welt und deshalb prädestiniert waren, ganz unvorbelastet einen Film nach keinem Roman dieses Autors zu drehen. Eventuell auch, weil sie sich bereits seit mehreren Jahren kennen und zusammenarbeiten. Ganz sicher aber, weil sie bereits bei den Filmen der „Märchenstunde“ ihr Talent bewiesen haben, eine gelungene Kombination aus Unterhaltung und Thrill zu inszenieren. In Märchen geht es bekanntermaßen kaum zimperlicher zu als in Kriminalfilmen.
Der Cast von Neues vom Wixxer ist erneut eine hochkarätige Mischung aus Deutschlands Top-Comedians und „richtigen“ Schauspielern. Zusätzlich gewürzt wird sie durch Cameo-Auftritte zahlreicher aus Funk, Fernsehen und Yellow Press bekannter Persönlichkeiten des Unterhaltungsgewerbes. So ist beispielsweise der im Sendegebiet des MDR weltberühmte Achim Mentzel endlich einmal ungeschminkt so zu sehen, wie Kalkofe ihn in seiner berüchtigten Mattscheibe jahrelang beschrieben hat. Ein veritables All Star-Team also, das vom 26. April bis 22. Juni 2006 völlig hilflos Mückenplagen ausgesetzt war, komplette Drehtage in der Wanne verbrachte und überhaupt täglich alles gab für einen großen Film.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Das Budget des Films beziffert der Produzent auf knapp 5,5 Millionen Euro. Was günstig erscheint, denn ansonsten bekommen Filmschaffende für diese Summe höchstens ein mittelprächtiges Anwesen in Grünwald. Für Neues vom Wixxer dagegen entstand zum gleichen Preis das komplette London des Edgar Wallace (obwohl der Film sicher nach keinem Roman entstand) mitsamt Bevölkerung. Und das ist immerhin eine Weltstadt.
Nur Ahnungslose werden an dieser Stelle fragen: „Wieso ‚entstand’? Es gibt doch schon ein London?“. Kenner hingegen wissen: Bereits die Macher der klassischen Edgar Wallace-Reihe verzichteten weitestgehend darauf, ihre Drehorte in der britischen Hauptstadt zu suchen. Schon weil sie wussten: Das London des legendären Krimiautors würde in London so nicht zu finden sein. Und auch wenn Neues vom Wixxer nachweislich auf keinem Roman von Edgar Wallace basiert, entschieden sich seine Produzenten, den gleichen aufwändigen Weg zu gehen. Statt an billigen, aber historisch fragwürdigen Locations in der Themse-Metropole entstand der komplette Film unter anderem in Prag und Umgebung.
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In die gigantische Halle 50 der Prager CKD-Studios (die auf eine lange, ruhmreiche Tradition als Waggonbau-Kombinat zurückblicken) stellte Szenenbildner Matthias Müsse nicht nur Büros und Pathologie von Scotland Yard. Sondern auch ein altehrwürdiges Kloster. Oder das düstere Bates Hospital, eine Verwahranstalt für alles, was im Leben Angst macht. Ihren Leiter inbegriffen. So detailreich und liebevoll ausgestattet, dass Edgar Wallace-Veteran Joachim Fuchsberger sich wie auf einer Zeitreise in die frühen 60er Jahre fühlte. Obwohl Neues vom Wixxer definitiv auf keinem der Romane basiert, bei deren Verfilmungen er damals regelmäßig die Hauptrolle spielte.
Produzent Christian Becker und sein Team freut derlei Lob vom großen Altstar des deutschen Kinos, dessen 80. Geburtstag mit der Premiere von Neues vom Wixxer gefeiert wird. Auch er ist einmal mehr begeistert von der Qualität des traditionsreichen tschechischen Filmhandwerks und ganz sicher: Jeder Euro seines Budgets wird auf der Leinwand zu sehen sein! Was wiederum all jene freuen muss, die zu diesem Budget beigetragen haben. Die Co-Produzenten GFP Medienfonds und B.A. Produktion ebenso wie die FFA Filmförderungsanstalt und den FFF FilmFernsehFonds Bayern zusammen mit dem Bayerischen Bankenfonds BBF. Erst recht natürlich das Publikum, das erkennen wird: In Neues vom Wixxer steckt enorm viel Liebe zum Genre. Ebenso viel Liebe zum Detail. Aber eben auch ein ganzer Batzen Geld.
Und selbst wenn dem Film zwischenzeitlich befristet die Farbe ausgeht, werden nur Unbedarfte glauben, Kameramann Jochen Stäblein sei vom Produzenten gezwungen worden, aus Kostengründen zuerst abgelaufenes Schwarzweiß-Material zu verarbeiten, bevor er in Bunt weiterdrehen durfte. Cineasten dagegen erkennen sofort: Das macht dramaturgisch Sinn! Das Schöne ist: Es geht ihnen in diesem Film fast immer so.
Aber selbst das ist beim zweiten Teil der „Wixxer“-Trilogie letztendlich keine Überraschung.