Das Ende der Dreharbeiten, das bedeutete Abschied nehmen von prachtvollen Schlössern, peitschenden Mönchen, edlen Möpsen, schönen Frauen, Girl Groups, unglaublichen Stunts, einem grandiosen Team und dem minutiös organisierten Ablauf am Set.
Eine Krimikomödie ist für mich die Königsklasse unter den Comedyfilmen. Bei Der Wixxer standen die Edgar Wallace-Filme aus den 60ern Pate, die es ja auch nie versäumt haben, ausreichend Gags in den Krimiplot einzuarbeiten. Oliver Kalkofe, Oliver Welke und ich haben das Buch zum Wixxergemeinsam geschrieben und in den zwei Jahren vor Drehstart Tag und Nacht mit unserer Krimikomödie zugebracht. Natürlich haben wir uns vorsichtshalber auch gleich selbst besetzt.
Oliver Kalkofe: „Niemals hätte ich damals, als wir das Buch geschrieben haben, gedacht, dass wirklich jemand all die verrückten Ideen umsetzen würde, aber es ist wirklich passiert! Und das meiste sogar noch schöner, als wir es uns vorgestellt haben.“
Das Team um Filmproduzent Christian Becker, Geschäftsführer der Münchner RAT PACK Filmproduktion, befasste sich zwei Jahren lang intensiv damit, unsere Phantasien und Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Christian Becker: „Schon früh war absehbar, dass eine derart umfangreiche Produktion mit zahlreichen großen Bauten und entsprechenden Baubühnencrews in Deutschland schwer zu realisieren sein würde und wir hatten bereits ein recht genaues Bild vor Augen, was die Ausstattung des Films betrifft.“
Mehr als 100 Mann bauten zehn Sets in drei Studios, die, neben dem Prager Hafen und einem südlich von Prag gelegenem Schloss, das gesamte Filmteam für Wochen in eine andere Welt versetzte.
Ein visuelles Highlight war fraglos das Schloss Blackwhite Castle, mit der mit viel Liebe zum Detail durchdachten und hergestellten Ausstattung: Geheimgänge, ein Kerker im Keller — ein Nachbau des Gefängnisses aus „Das Schweigen der Lämmer“ — drehende Bücherregale und Kamine, versteckte Treppen und Fallgruben und immer wieder das Markenzeichen des von Thomas Fritsch verkörperten Earl of Cockwood: Möpse. Neben den lebenden Vierbeinern tauchten auch deren nachgebaute Abbilder immer wieder in der Schlossausstattung auf — so unter anderem auf Gemälden, Treppen und an Säulen als Mops-Statuen, Mops-Ritterrüstung, Mops-Pyramiden und vielem mehr.
Ein grandioses Umfeld für Regisseur Tobi Baumann (Ladykracher), der an 43 Drehtagen in London, München und Prag mit zahlreichen Schauspielern, Motiven, Stunts und Musical-Einlagen ein enormes Pensum zu erfüllen hatte.
Nach den Dreharbeiten freuten sich Oliver Kalkofe, Oliver Welke und ich auf Erholung — allerdings nicht ohne eine gewisse Wehmut, die sich nach einer derart intensiven Zusammenarbeit anschleicht: eine lange Drehzeit schweißt ein Team immer irgendwie zusammen. Wir haben für Der Wixxer ganze zwei Monate in Prag verbracht, um uns aneinander zu gewöhnen; umso brutaler ist es, dass man sich schon nach der Kennenlernphase wieder trennen muss. Glücklicherweise bin ich mit einem Teil der Kollegen über die Filmarbeit hinaus sehr gut befreundet. Deshalb gab es mit diesen Kollegen keinen Abschiedsschmerz, aber die Drehzeit geriet mitunter zu einer Art Klassentreffen. Ich bin direkt nach dem Dreh in ein sogenanntes Drehloch gefallen, vor dem ich schon gewarnt worden war. Während des Drehs hatte ich jeden Morgen einen Ablaufplan zur Hand, der meinen Tag diktierte. Daran hatte ich mich leider gewöhnt. Plötzlich war ich wieder zu Hause und musste alles wieder selbst entscheiden. Das konnte ich nie. Man wünscht sich in solchen Situationen eine Dispo, wo so was draufsteht wie: „Aufstehen! Kühlschrank checken! Nicht ohne Hose auf die Straße gehen!“ — oder einen Regisseur, der in meinem Privatleben mitläuft und „Aus! Nochmal!“ ruft, wenn man — was mir schon passiert ist — sein Geld im Automaten stecken lässt.
Auch Oliver Kalkofe fiel die Umstellung nach Drehschluss nicht leicht, er sagte: „Es war fantastisch! Prachtvolle Schlösser, künstlicher Nebel, peitschende Mönche, wilde Möpse, schöne Frauen, wahnsinnige Schurken, unfassbare Stunts und blaue Flecken, mit denen man voller Stolz prahlen konnte — ganz ehrlich: es fällt mir verdammt schwer, mich momentan in der seltsamen langweiligen ‘normalen’ Welt wieder zurecht zu finden. Dazu kommt, dass ich die ganzen anderen Verrückten doch ganz schön heftig vermisse. Irgendwie war das wirklich wie eine große Familie — irgendeine Mischung aus Waltons, der Addams Family und schwer erziehbaren Kindern auf Klassenfahrt. Was soll ich noch sagen: es war sehr anstrengend, aber wunderschön. Und ich bin sicher, es hat sich gelohnt.“
Notizen zum Drehschluss
Das Ende der Dreharbeiten, das bedeutete Abschied nehmen von prachtvollen Schlössern, peitschenden Mönchen, edlen Möpsen, schönen Frauen, Girl Groups, unglaublichen Stunts, einem grandiosen Team und dem minutiös organisierten Ablauf am Set.
Eine Krimikomödie ist für mich die Königsklasse unter den Comedyfilmen. Bei Der Wixxer standen die Edgar Wallace-Filme aus den 60ern Pate, die es ja auch nie versäumt haben, ausreichend Gags in den Krimiplot einzuarbeiten. Oliver Kalkofe, Oliver Welke und ich haben das Buch zum Wixxer
gemeinsam geschrieben und in den zwei Jahren vor Drehstart Tag und Nacht mit unserer Krimikomödie zugebracht. Natürlich haben wir uns vorsichtshalber auch gleich selbst besetzt.
Oliver Kalkofe: „Niemals hätte ich damals, als wir das Buch geschrieben haben, gedacht, dass wirklich jemand all die verrückten Ideen umsetzen würde, aber es ist wirklich passiert! Und das meiste sogar noch schöner, als wir es uns vorgestellt haben.“
Das Team um Filmproduzent Christian Becker, Geschäftsführer der Münchner RAT PACK Filmproduktion, befasste sich zwei Jahren lang intensiv damit, unsere Phantasien und Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Christian Becker: „Schon früh war absehbar, dass eine derart umfangreiche Produktion mit zahlreichen großen Bauten und entsprechenden Baubühnencrews in Deutschland schwer zu realisieren sein würde und wir hatten bereits ein recht genaues Bild vor Augen, was die Ausstattung des Films betrifft.“
Mehr als 100 Mann bauten zehn Sets in drei Studios, die, neben dem Prager Hafen und einem südlich von Prag gelegenem Schloss, das gesamte Filmteam für Wochen in eine andere Welt versetzte.
Ein visuelles Highlight war fraglos das Schloss Blackwhite Castle, mit der mit viel Liebe zum Detail durchdachten und hergestellten Ausstattung: Geheimgänge, ein Kerker im Keller — ein Nachbau des Gefängnisses aus „Das Schweigen der Lämmer“ — drehende Bücherregale und Kamine, versteckte Treppen und Fallgruben und immer wieder das Markenzeichen des von Thomas Fritsch verkörperten Earl of Cockwood: Möpse. Neben den lebenden Vierbeinern tauchten auch deren nachgebaute Abbilder immer wieder in der Schlossausstattung auf — so unter anderem auf Gemälden, Treppen und an Säulen als Mops-Statuen, Mops-Ritterrüstung, Mops-Pyramiden und vielem mehr.
Ein grandioses Umfeld für Regisseur Tobi Baumann (Ladykracher), der an 43 Drehtagen in London, München und Prag mit zahlreichen Schauspielern, Motiven, Stunts und Musical-Einlagen ein enormes Pensum zu erfüllen hatte.
Auch Oliver Kalkofe fiel die Umstellung nach Drehschluss nicht leicht, er sagte: „Es war fantastisch! Prachtvolle Schlösser, künstlicher Nebel, peitschende Mönche, wilde Möpse, schöne Frauen,
wahnsinnige Schurken, unfassbare Stunts und blaue Flecken, mit denen man voller Stolz prahlen konnte — ganz ehrlich: es fällt mir verdammt schwer, mich momentan in der seltsamen langweiligen ‘normalen’ Welt wieder zurecht zu finden. Dazu kommt, dass ich die ganzen anderen Verrückten doch ganz schön heftig vermisse. Irgendwie war das wirklich wie eine große Familie — irgendeine Mischung aus Waltons, der Addams Family und schwer erziehbaren Kindern auf Klassenfahrt. Was soll ich noch sagen: es war sehr anstrengend, aber wunderschön. Und ich bin sicher, es hat sich gelohnt.“