Die Comedy Crocodiles waren eine schrille, laute und abgrundtief witzige Comedygruppe, die für einige Jahre auf deutschen Kleinkunstbühnen spielte.

Die drei Protagonisten Bernhard Hoëcker, Bastian Pastewka und Keirut Wenzel erkannten Ende der 80er Jahre ihre Begabungen in den Disziplinen Theater, Musik, Jonglage und Schwachsinn und bündelten dieses Wissen zu mehreren Produktionen.So wurden sie im Köln-Bonner Raum bis Ende 1991 mit der Comedy-Reihe Lampenlicht und Rampenfieber, sowie mit der Jonglage-Show The Uncatchables bekannt. Ausschnitte daraus wurden 1992 von RTL in der Filmdosenshow aufgezeichnet. Es folgen weitere Auftritte vor allem im Theater in der Filmdose in Köln sowie im Anno Tubac in Bonn. 1993 entstanden die Programme Schaltet den Scherz ab! – Schnell! und ein Jahr später Wer schwängerte Biene Maja? Mit diesen Produktionen wurden die Comedy Crocodiles in ganz Deutschland bekannt: Spielstätten waren jetzt unter anderem das Theater Kervan in Mönchengladbach, das Unterhaus in Mainz und das Schmidt-Theater in Hamburg. 1995 erreichen die drei den ersten Platz beim Kleinkunst-Wettbewerb im Haus der Springmaus in Bonn, den dritten Platz beim Comedy Cup in Köln und eine Nominierung für die St. Ingberter Kleinkunstpfanne.

Seit April 1995 gehörten die Crocodiles zum festen Ensemble der Varieté-Show Nachtschwärmer im Haus der Springmaus in Bonn. Im November und Dezember desselben Jahres spielten sie im Weihnachtsprogramm Leise lacht der Weihnachtsmann in der Blauen Biwel in Koblenz. Zusätzlich gelang den Comedy Crocodiles der Sprung ins Fernsehen: Sie waren regelmäßig in den Comedy-Beiträgen der WDR-Sendung Lollo Rosso zu sehen.

Wer schwängerte die Biene Maja?

Dieses Programm der Comedy Crocodiles war eine rasante Show um Sex, Drugs und Imkerhonig. Bernhard Hoëcker, Bastian Pastewka und Keirut Wenzel entwarfen in ihren Szenen eine bizarre Komikwelt, in die sie sowohl erfundene Charaktere als auch sich selbst hineinmanövrierten. Es ging weniger um überspitzte Alltagssituationen, als um eine Reihe absurder Figuren, die in groteske Situationen geraten. Die Themenpalette umfasste dabei Liebe mit Joghurt, Kellner mit Koks, Witze mit Bart, Urlaub mit Einstein und Lyrik mit Schmerz, Dabei verließen die Comedy Crocodiles auch schon mal ihre Spielebenen, um spontan das Publikum einzubeziehen. Ergänzt wurde das ganze durch schräge Songs, Jonglage-Acts und haarsträubende Improvisationen. Also: Ein kurzweiliger Blütentanz am Rande des Abgrunds, der 90 Minuten grob fahrlässigen Unfug bot und viele Fragen klärte. Vielleicht auch: Wer schwängerte Biene Maja? Das Programm stand unter der Regie von Marius Jung.

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Fotos: privat

Pressesplitter

„Erfrischende Blödeleien, und das in einem atemlosen Tempo.“ Süddeutsche Zeitung, 28. September 1994

„Was die Nummern so locker und leicht geschlagen macht: Die Crocodiles nehmen sich selbst nicht so ernst dabei. Kein angestrengtes Bemühen um eine schlüssige Pointe, kein mahnend erhobener Zeigefinger, der dem Zuschauer die Gags wie Wackersteine im Magen liegen lässt.” Bonner Illustrierte, Oktober 1994

„Die Comedy Crocodiles aus Bonn überzeugten und können sich jetzt vieler neugewonnener Fans sicher sein.“ Kölner Illustrierte, August 1995

„Die Vollblut-Komödianten präsentieren ein knackiges Zwei-Stunden-Programm ohne Schwächen.“ Ruhr-Zeitung, Koblenz, 3. Dezember 1995

„Die schräge Truppe sollte man sich nicht entgehen lassen. Allein ihr ‘interaktiver Theatersketch’ lohnt das Eintrittsgeld.“ Saarbrücker Zeitung, 6. März 1996

„Die Vollblut-Komödianten präsentieren ein knackiges Zwei-Stunden-Programm ohne Schwächen.“ Ruhr-Zeitung, Koblenz, 3. Dezember 1995

„Die schräge Truppe sollte man sich nicht entgehen lassen. Allein ihr ‘interaktiver Theatersketch’ lohnt das Eintrittsgeld.“ Saarbrücker Zeitung, 6. März 1996